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Burghardt, Boris
Zufall und Kontrolle
Eine Untersuchung zu den Grundlagen der moralphilosophischen und strafrechtlichen Zurechnung
Mohr Siebeck
978-3-16-155804-7
1. Aufl. 2018 / 487 S.
Monographie/Dissertation

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Kurzbeschreibung

Reihe: Jus Poenale. Band: 15

Dass wir einander Verantwortlichkeit für unser willensbedingtes Tun und seine Folgen zurechnen, steht fest. Seit je wollen aber in der Moralphilosophie und der Strafrechtswissenschaft die Zweifel nicht verstummen, ob sich diese Praxis eigentlich rechtfertigen lässt. Boris Burghardt nutzt die Diskussion um 'moral luck', um eine neue Perspektive auf diese Frage zu eröffnen. Er verknüpft verschiedene Felder der normativen Ethik mit Erkenntnissen der Kognitionspsychologie und setzt sie in Bezug zur strafrechtlichen Normentheorie und der Diskussion um Schuld und Willensfreiheit. Am Ende steht die Einsicht, dass die Zurechnung strafrechtlicher Verantwortlichkeit mehr zu sein vorgibt, als sie einlösen kann und will. Wenn Anspruch und Rechtfertigung wieder einander entsprechen sollen, bedarf es einer Anpassung der Formen und Begriffe, in denen sich diese Zurechnung vollzieht.